Im Inbound-Marketing liegt der Fokus auf den digitalen, rückkanalfähigen Medien, in denen ein direkter Dialog zwischen dir und Interessenten möglich ist.

Der Begriff des Inbound-Marketing (inbound = eingehend, ankommend) basiert auf einem grundlegend anderen Kommunikationsansatz. Hier musst du mit eingehenden Informationsanfragen umgehen. Dagegen konzentriert sich das klassische Marketing, heute in Teilen abgegrenzt als Outbound-Marketing (outbound = abgehen, ausgehend), auf das alleinige Aussenden werblicher Botschaften an einen möglichst großen Teil der relevanten Zielgruppe.

Aus diesem Grunde ist es auch verkehrt, die Mechanismen des Outbound-Marketing, bekannt aus Radio, TV und Print, ungefiltert auf das Internet zu übertragen.

Das Inbound-Marketing konzentriert sich derzeit auf Socialmedia-Marketing, Content-Marketing oder digitale PR. Der Unterschied ist also die bidirektionale Kommunikation die mitunter auch 1:1 erfolgen kann. Die Kommunikation bleibt zudem in vielen Medien dokumentiert und dient anderen Interessenten bei ihrer Recherche als Informationsquelle. Zentraler Bestandteil ist das Content-Marketing, bei dem qualitativ hochwertiger Inhalt im Zentrum steht.

Beim aktiven Aufbau eines klar abgegrenzten Images ist das Inbound-Marketing nur bedingt geeignet, da viele Mitarbeiter kommunizieren. Es können jedoch übergeordnete, für den B2B Bereich sehr wichtige Imagedimensionen wie Vertrauen und Sicherheit gefördert werden.

Zählten im klassischen Marketing besonders einfache Nachrichten, die sich an eine breite Masse richteten, so sind im digitalen Bereich keine einfachen Werbebotschaften mehr gefragt. Der Interessent hat bereits Interesse an einem Produkt oder einer Dienstleistung und recherchiert aktiv.

Er befindet sich in einer High-Involvement-Situation und ist für Details aufgeschlossener oder hat bereits eigene Fragen. Insbesondere bei erklärungsbedürftigen Produkten, wie sie im B2B Bereich besonders häufig anzutreffen sind, ergeben sich hier also große Kommunikationspotenziale.

Du musst den Kunden in der richtigen Phase des Kaufprozesses die richtigen Informationen zukommen lassen (Content Marketing). Zudem müssen die weiteren Instrumente (Inbound-Online-Marketing, Online Public Relations) zielgerichtet genutzt werden.

Bei der Recherche existieren drei Haupteinstiegspunkte. Wer hier auffindbar ist, kann wichtige Leads generieren:

  • Suchmaschinen (Google)
  • Soziale Medien (für B2B beispielsweise Induux oder Researchgate)
  • Blogs (oft über Suchmaschinen)

Positive Effekte für SEO

Ziel muss nicht nur sein, mögliche Kunden dort mit Informationen zu versorgen, wo sie ihrer bedürfen. Weiterhin ist es wichtig eine organische Verlinkung aus all diesen Kanälen hin zum eigenen Unternehmen zu erreichen. Enthalten diese Links dabei noch die relevanten Schlüsselworte und kommen von relevanten Websites, so wird dies nachhaltig das Ranking der eigenen Website bei Google beeinflussen (höherer Pagerank). Dies ist ein Vorteil und ist dann nicht nur nachhaltig, denn ein Konkurrent muss erst eine ähnliche organische Verlinkung erreichen, sondern auch sehr kostengünstig (der Linkaufbau bedeutet Arbeit und kostet Geld, jedoch bleiben die Links für einen langen Zeitraum erhalten und nicht nur für den kurzen Zeitraum einer Werbekampagne). Auch eine Messbarkeit ist gegeben, wenn man beispielsweise mit Google-Analytics Conversion-Ziele definiert und diese dann misst. Zusammenfassend kann also festgestellt werden, dass das Content Marketing innerhalb des Inbound Marketing einen zentralen Beitrag zur Offpage-Optimization im Sinne der Suchmaschinenoptimierung (SEO) leistet und dem Unternehmen wertvolle Leads verschaffen kann.